Von der Funkpionierzeit zum Wirtschaftswunder:

Unsere diesjährige Sonderausstellung „Stimmen aus dem Äther“

Tauchen Sie ein in eine Welt, in der Unterhaltung noch ein echtes Ereignis war. Ab dem 05. April 2026 präsentieren wir Ihnen eine exklusive Sonderausstellung, die den technologischen und kulturellen Wandel des Radios zwischen 1920 und 1960 beleuchtet.

Vom klobigen Detektorempfänger bis zum eleganten Designobjekt der 50er Jahre – erleben Sie die Geräte, die die Welt nach Hause brachten.

Was Sie erwartet: Eine Zeitreise in vier Jahrzehnten

Die Ausstellung führt Sie chronologisch durch die Blütezeit der Rundfunktechnik. Jedes Exponat erzählt dabei seine ganz eigene Geschichte:

  • Die Goldenen Zwanziger (1920–1929): Bestaunen Sie die ersten Detektor-Apparate und Röhrenempfänger mit ihren markanten Trichtern. Es war die Zeit der Pioniere, in der das „Radio-Hören“ oft noch ein Hobby für Bastler war.
  • Die Dreißiger Jahre (1930–1939): Das Radio wird zum Massenmedium. Sehen Sie die Entwicklung hin zu Gehäusen aus Bakelit und Holz, die als Möbelstücke die Wohnzimmer eroberten.
  • Krieg und Wiederaufbau (1940–1949): Erfahren Sie mehr über die Rolle des Radios in dunklen Zeiten und die beeindruckende Improvisationskunst der frühen Nachkriegsjahre, in denen aus Schrott neue Empfänger entstanden.
  • Das Wirtschaftswunder (1950–1960): Glänzender Lack, magische Augen und satter Klang. Die 50er Jahre brachten den UKW-Funk und ikonische Designs hervor, die heute als absolute Klassiker gelten.

Highlights der Ausstellung

Wir freuen uns besonders, Ihnen einige seltene Sammlerstücke präsentieren zu können, darunter:

  1. Der „Volksempfänger“: Ein geschichtsträchtiges Objekt, das die Ambivalenz der Technik verdeutlicht.
  2. Frühe SABA- und Telefunken-Klassiker: Meisterwerke der deutschen Ingenieurskunst.
  3. Das „Schneewittchensarg“-Design: Ein Blickfang, der den Übergang zur modernen Ästhetik markiert.

„Das Radio ist das Theater des Geistes.“ – Diese Ausstellung zeigt eindrucksvoll, wie die Optik dieser Geräte die Fantasie ihrer Hörer beflügelte, noch bevor das Fernsehen die Bilder lieferte.

Besonderes Extra: Hören Sie in unserem Hörraum selbst, wie der Volksempfänger VE 301 aus den 1930er-Jahren, als technisches Propagandainstrument konzipiert, das durch bewusste Limitierung auf den Empfang lokaler Ortssender beschränkt war, sich anhört.

Und im krassen Gegensatz zu dieser klanglichen Reduktion, wie eine BRAUN CD-4 Quadrophonie Anlage aus den 1970er-Jahren klingt, die durch vier diskrete Kanäle ein immersives Klangerlebnis ermöglichte.

Wir freuen uns auf Ihren Besuch und sind gespannt, Ihre Eindrücke zu erfahren, wenn Sie diese Geräte gehört haben.